Mitweltbildung

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Der Begriff Mitweltbildung wurde im Handbuch „Das Erdschützerprojekt – Pädagogik für eine lebenswerte, friedliche Zukunft“ erstmals klar definiert.

Mitweltbildung oder Mitweltpädagogik sehen wir als ein ganzheitliches Bildungskonzept, das sich an der Vision einer gewaltfreien, friedlichen Erde für Menschen, Tiere und Natur orientiert. Menschen-, Tier- und Naturrechte werden darin als unteilbar angesehen. Dahinter steht das Bestreben, unnötiges Leiden, Diskriminierung, Ausbeutung und Tod anderer fühlender Lebewesen zu verringern und zu vermeiden. Dafür bildet die Goldene Regel – Was Du nicht willst, das man Dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu , auch keinem Tier und der Natur“ –, eine Orientierungshilfe.

Mitweltbildung unterscheidet sich insofern von der Umweltbildung. Die Definition von Umweltbildung lautet: „Umweltbildung oder Umwelterziehung ist ein in den 1970er Jahren aufgekommener Bildungsansatz, der einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen vermitteln soll.“ (Wikipedia)

In der Mitweltbildung geht es nicht nur um den Schutz der Umwelt sowie der natürlichen Ressourcen. In der Mitweltbildung wird alles Leben als schützens- und achtenswert angesehen. Mitweltbildung geht somit noch einen Schritt weiter als Umweltbildung, die ein ökologisches Bewusstsein fördern will. Mitweltbildung, wie sie im Erdschützerprojekt entwickelt und begründet wurde, sieht den Menschen also nicht als Mittelpunkt des Universums, der das Recht hat, Tiere ihres Rechts auf Leben und Würde zu berauben, sondern als Hüter und Beschützer der Erde, als Erdschützer oder Erdschützerin.

Insofern wurde im Handbuch „Das Erdschützerprojekt – Pädagogik für eine lebenswerte, friedliche Zukunft“ sehr konkret dargestellt, inwiefern sich das Konzept Mitweltbildung von Umweltbildung bzw. Mitweltpädagogik von der Umweltpädagogik unterscheidet. Die Werte, die Vision, das Menschenbild unterscheiden sich, woraus sich auch unterschiedliche Bildungsprinzipien, -ziele und -inhalte ergeben. Die Begriffe Mitweltbildung und Bildung zum Schutz der Erde werden teilweise sinngleich verwendet. Menschen, die Mitweltbildung bzw. Bildung zum Schutz der Erde praktizieren nennen sich daher  häufig Mitweltpädagoge oder Mitweltpädgogin. Doch de facto ist Bildung zum Schutz der Erde ein ganzheitliches Bildungskonzept, das noch weit über das hinaus geht, was bisher unter Mitweltbildung oder Umweltbildung verstanden wird.

Der Begriff Mitweltbildung bringt die Sichtweise zum Ausdruck, dass wir alle Gäste auf der Erde sind und uns daher auch so verhalten sollten – wertschätzend, achtungs- und verantwortungsvoll. Die Mitwelt des Menschen – das sind alle anderen Lebewesen, Tiere, Pflanzen, Menschen sowie die Elemente Wasser, Luft und Erdboden – haben einen Wert an sich. Sie verdienen Achtung, Respekt und Fürsorge. Sie haben einen Eigenwert – unabhängig von der menschlichen Betrachtungsweise als Ressource. Aus Sicht der Mitweltbildung bzw. Mitweltpädagogik sollten sie daher vom Menschen nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Verwertbarkeit für den Menschen betrachtet werden. Daraus ergibt sich die Ehrfurcht vor allem Leben.

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