Umweltbildung

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Um­welt­bil­dung ist eine recht junge Disziplin, die in den 70er Jahren in Ver­bindung mit der Umwelt­be­we­gung als Reaktion auf die zunehmenden Umweltkrisen ent­stand. Menschen wurde bewusst, dass wir unsere „Um“-welt, also die Welt um uns Menschen herum – Wasser, Luft und Erdboden – schädigen, vergiften, verschmutzen und zerstören, wenn wir mit der Erde weiterhin so rücksichtslos umgehen. Die Umweltbewegung wandte sich gegen die rücksichtslose Ausbeutung der Erde, gegen die gefährliche Atomenergie, gegen die konventionelle Landwirtschaft mit ihren chemischen Kampfstoffen, Pestiziden und Unkrauvernichtungsmitteln, gegen die Ausrottung von Tierarten und vieles mehr.

Die Umweltbildung entstand in diesem Zusammenhang als Bildung, die ein ökologisches Bewusstsein fördern sollte, ein Bewusstsein darüber, dass der Mensch Teil eines ökologischen Systems ist und dieses daher nicht gefährden darf, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.

Später, im Jahr 1992, haben 172 Staaten in Rio de Janeiro die Agenda 21 beschlossen, deren Ziel eine nachhaltige Entwicklung ist. Das bedeutet, dass die Menschheit darauf bedacht sein sollte, mit den Schätzen der Erde verantwortungsvoll umzugehen, also nur so viel zu verbrauchen, wie auch wieder nachwächst, und darauf zu achten, dass ihre Handlungen weder andere Menschen in der Gegenwart schädigen, noch die Lebensgrundlagen der zukünftigen Generationen. Ziel der Agenda 21 ist es auch, mehr soziale, globale Gerechtigkeit zu fördern. Auf der Grundlage der Agenda 21 entstand die Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Es fällt auf, dass weder die Umweltbewegung, noch die Umweltbildung, noch die Bildung für nachhaltige Entwicklung

  • die Anwendung von Gewalt,
  • das menschenzentrierte Weltbild
  • die ungerechte Verteilung von Schätzen der Erde
  • das Prinzip „Eigentum“
  • Ausbeutung von Menschen, von Tieren und Natur
  • und vieles mehr

grundsätzlich in Frage stellen.

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