Die Sprache der Natur verstehen lernen

Bienenschwarm hängt an einem Baumstamm

Die Natur spricht zu uns

Die Natur spricht immer zu uns.
Jeder Duft einer Blume, jedes Zwitschern eines Vogels, jeder Windhauch ist Ausdruck der Sprache der Natur. In allem, was uns ins Herz fällt, was uns berührt, was unsere Augen sehen oder unsere Nase wahrnimmt, kann uns die Natur helfen, unser Herz zu öffnen und ihre Botschaft wahrzunehmen.

Doch für die meisten Menschen ist es so, als würden sie einem Gebärdendolmetscher zuschauen, ohne die Zeichen zu verstehen. Sie nehmen zwar etwas wahr, können die Sprache dahinter aber nicht deuten.

Die Sprache der Natur wieder verstehen lernen

Wenn du lernen oder üben willst, die Sprache der Natur besser zu verstehen – und noch mehr: innere Fragen mithilfe von Bildern, Erlebnissen, Eindrücken, Gerüchen oder scheinbar zufälligen Ereignissen in der Natur zu beantworten –, dann kann das zu einer tiefen Lebenshilfe werden.

Manchmal ist es gar nicht kompliziert.
So kam einmal ein Kind in einem unserer Projekte von seinem Lieblingsbaum wieder und berichtete:"Mein Baum hat mir gesagt, dass er mich lieb hat."

Viele Menschen haben jedoch verlernt, diese unscheinbare, manchmal stille Sprache der Natur wahrzunehmen – auch wenn sie die Natur genießen und sich an ihr erfreuen können.

Die Einheit allen Lebens

Wenn wir von klein auf lernen würden, die Sprache der Natur zu verstehen und uns wieder als Teil der Einheit allen Lebens zu erleben, dann sähe unsere Welt anders aus. Denn dann würden wir (wie es in indigenen Kulturen oft noch selbstverständlich ist) beginnen, mit dem Kern zu kommunizieren, der in allem lebt: in jeder Pflanze, jedem Tier, jedem Menschen und sogar in jedem Stein. Mit dem Geist des Lebens, der allem innewohnt. Mit dem Ursprung allen Seins. Mit der Kraft der Liebe, die überall gefunden werden kann.

Durch diese Verbindung würden wir erkennen, dass wir nicht getrennt sind, sondern vereint durch den Strom des Lebens. Und daraus würde ganz natürlich die Orientierung an der Goldenen Regel erwachsen:

„Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu
– auch nicht dem Tier und der Natur.“

Warum das für unsere Kinder wichtig ist

Viele Menschen glauben, dass solche Themen nicht wichtig seien und Kinder vor allem schulisches Wissen brauchen, um lebenstüchtige Erwachsene zu werden.

Doch wenn wir unseren Kindern nicht vorleben und vermitteln, wie man im Einklang mit Natur, Tieren und allem Lebendigen lebt, dann werden Menschen weiterhin ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstören, sich voneinander trennen und gegeneinander kämpfen. Denn ihnen fehlt das Bewusstsein dafür, dass wir alle Teil einer großen Erdenfamilie sind – verbunden durch denselben Strom des Lebens, der Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen durchdringt.

Genau daraus entsteht die Achtung allen Lebens.

Ein wesentlicher Kern unserer Bildungsarbeit

Unser Anliegen ist es daher, dass immer mehr Menschen sich darin üben, die Sprache der Natur zu erlernen – und ihren Kindern darin Vorbild zu sein. So können auch Kinder ihre Beziehung zu Natur und Tieren vertiefen und ihre Verbundenheit mit allem Lebendigen bewusst erleben.

Das ist ein wesentlicher Kern unserer Bildungsarbeit:
Menschen durch Naturerlebnisse zu der Erkenntnis zu führen, dass wir alle miteinander verbunden sind.

Wer das wirklich begreift, wird sich bemühen, Schritt für Schritt alles Leben immer mehr zu achten. Und daraus kann langfristig eine gewaltfreie und friedliche Erde entstehen, auf der Menschen, Tiere und Natur in Liebe, Einheit und gegenseitiger Achtung zusammenleben.

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